Die Informationsseite über
BSE, Scrapie, Traber-Krankheit, Creutzfeldt-Jakob-Krankheit, Kuru

Nachrichten-Archiv © 2000 - 2001 by M. Stoldt Stand: Sunday, 25. March 2001 - 19:04 Uhr
Nachrichten-Archiv KW 02/2001:
So, den 14.01.2001 20:50, - WOCHENWECHSEL! -
BSE-Nachrichten der Folgewoche (15.01. - 21.01.2001)

So, den 14.01.2001 19:05, - APA (Innsbruck) -
Österreich richtet wegen BSE-Verdachtsfall Seuchenstab ein
Behörden verdächtigen Futtermittel aus dem Ausland

Angesichts des ersten BSE-Verdachtsfalls bei einem aus Österreich stammenden Rind ist am Sonntag in der Alpenrepublik ein Krisenplan aktiviert worden. Im Gesundheitsministerium wurde im Rahmen des Krisenplans ein Seuchenstab eingerichtet. Der landwirtschaftliche Betrieb in Schattwald in Tirol, aus dem die Kuh stammt, wurde nach einem Bericht der österreichischen Nachrichtenagentur APA gesperrt. Wenn sich der Verdacht bestätigt, müssen alle Tiere dieses Betriebs geschlachtet und verbrannt werden. Auf dem Hof stehen noch insgesamt elf Rinder.

Als mögliche Ursache für den aktuellen BSE-Verdachtsfall vermuten die Tiroler Behörden die Verfütterung von mit Tiermehl versetztem Futtermittel aus dem Ausland. Versäumnisse bei den Kontrollen der Futtermittel würden jedoch ausgeschlossen. Für Menschen bestehe trotz des BSE-Verdachts «keine Gefahr», sagte der Tiroler Landeshauptmann (Ministerpräsident) Wendelin Weingartner. Die Kuh kam nach derzeitigem Erkenntnisstand am 24. November 2000 aus Österreich auf einen deutschen Hof im Landkreis Sigmaringen, wo sie am Freitag geschlachtet wurde.

Der Sprecher von Gesundheitsminister Herbert Haupt, Gerald Grosz, erklärte laut APA, der erste BSE-Test an dem Tiroler Rind sei zunächst weder positiv noch negativ ausgefallen. Der Schnelltest an dem Tier sei mit einem Test aus einer Charge erfolgt, die in den vergangenen beiden Wochen in Deutschland zu 64 falsch positiven Untersuchungsergebnissen geführt habe. Die endgültige Abklärung soll die Untersuchung der Gehirnprobe bei der Bundesforschungsanstalt für Viruserkrankungen der Tiere in Tübingen erbringen. Mit dem Ergebnis wird für Mitte der Woche gerechnet.

So, den 14.01.2001 15:00, - ATA (Wien) -
Erster BSE-Verdachtsfall in Österreich
Erstmals gibt es auch in Österreich einen BSE- Verdachtsfall. Ein aus dem Tiroler Außerfern stammendes Tier sei positiv auf Rinderwahn getestet worden, sagte der Tiroler Landeshauptmann Wendelin Weingartner. Das sieben Jahre alte Tier sei in Baden-Württemberg geschlachtet worden, hieß es. Das Ergebnis der Gegenprobe stehe jedoch noch aus. Der Bauernhof, von dem das Rind stammte, wurde von den österreichischen Behörden gesperrt.
So, den 14.01.2001 10:14, - AP (Hamburg) -
Bundeswehr vernichtet Fleischkonserven für 1,6 Millionen Mark
Hamburg (AP) Bei der Bundeswehr hat ab sofort jeder Soldat Anspruch auf rindfleischfreies Essen. Bundesverteidigungsminister Rudolf Scharping erteilte nach einem Bericht der «»Bild am Sonntag'' den Truppenküchen eine entsprechende Anweisung. Außerdem lasse der SPD-Politiker alle Wurst- und Fleisch-Konserven sowie Dosensuppen und Teigwaren mit Fleisch, die vor dem 1. Oktober 2000 hergestellt worden waren, aus den Lagerbeständen nehmen und vernichten. Die Waren sollen einen Gesamtwert von 1,675 Millionen Mark haben. "Alles, was nur irgendwie in Verdacht stehen könnte, mit BSE zusammenzuhängen, wird vernichtet", sagte Scharping dem Blatt.
So, den 14.01.2001 02:35, - dpa (Berlin) -
Bundesweit mittlerweile 13 nachgewiesene BSE-Fälle
Die Zahl der nachgewiesenen BSE-Fälle in Deutschland ist auf 13 gestiegen. In Schleswig-Holstein wurden erstmals zwei BSE-Fälle in einem Bestand bestätigt. Dagegen wurden zwei Verdachtsfälle bei Rindern in Hessen sowie einer in Baden- Württemberg ausgeräumt. Unterdessen verlangt EU-Kommissar David Byrne von der Bundesregierung umgehend Informationen darüber, wie stark in Deutschland das Tierfutter wirklich BSE-verseucht sei. Das berichtet die «Bild am Sonntag» unter Berufung auf einen vertraulichen Brief an das Landwirtschafts- und das Gesundheitsministerium.
Samstag, den 13.01.2001 19:25, - AP (Rom) -
Erster BSE-Verdachtsfall auch in Italien
Rom (AP) Auch in Italien gibt es möglicherweise einen ersten BSE-Fall. Die verdächtigte Milchkuh stammt von einem Zuchtgut bei Brescia in der Lombardei, wie das Gesundheitsministerium am Samstag in Mailand erklärte. Das Tier sei am Donnerstag geschlachtet worden, zwei erste BSE-Tests hätten auf ein positives Ergebnis hingedeutet. Das Ergebnis eines dritten, endgültigen Tests werde für Dienstagabend erwartet. Für die Verbraucher bestehe keine Gefahr, sagte Gesundheitsminister Umberto Veronesi, der zugleich Arzt ist.
Bislang waren keine BSE-Fälle unter in Italien geborenen Rindern bekannt. Zwei Kühe, die vor mehreren Jahren in Sizilien positiv getestet wurden, waren aus Großbritannien eingeführt worden. Bis November bezog Italien rund 40 Prozent seines Rindfleisches aus Frankreich. Nachdem in Frankreich immer mehr BSE-Fälle entdeckt wurden, verbot Rom den Rindfleischimport von dort. Am Freitag wurde das Verbot weitgehend aufgehoben. Zur Begründung hieß es, es gebe ausreichend Tests, um die Verbraucher zu schützen.

Ende Nachrichten
Ende Nachrichten